Barnaby Brocket hat ein Problem…

barnaby.brocket

denn kaum ist er geboren, klebt er unter der Decke. Die Erdanziehungskraft funktioniert bei ihm einfach nicht. Also schwebt er. Das vielleicht noch größere Problem sind allerdings seine Eltern, die sich nichts mehr wünschen, als einen normalen Sohn um ihr normales Leben führen zu können. Sie fassen einen furchtbaren Entschluss, obwohl Barnaby sich wirklich bemüht, mit den Füßen auf dem Boden zu bleiben…

…wo er niemals die beiden Damen im Luftballon kennengelernt hätte, die ihn mit auf ihre Kaffeeplantage nehmen, in New York oder auf dem Mond gelandet wäre!

Ach, was für ein bezauberndes Buch, John Boyne hat’s echt raus.

 

 

 

 

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Der überflüssige Mensch

 

 

 

 

 

 

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Ein gelungenes Essay mit einem solchen Titel zu verfassen, ist gewiss keine leichte Aufgabe, doch Ilja Trojanow hat es auf herausragende Weise geschafft, einem die Augen über den realen Wert des Menschen in einer spätkapitalistischen Gesellschaft zu öffnen.

Dabei stützt er sich zwar auf Fakten, aber er langweilt einen nicht mit ausformulierten Statistiken, seine Sprache ist eingängig, so dass man diesen Aufsatz sehr gut auch an einem Abend bewältigen kann.

Was Schiffsunglücke der Vergangenheit und die Serie „The Walking Dead“ mit den heutigen Produzenten und Konsumenten unserer Gesellschaft zu tun haben, erfährt man in diesem guten und wichtigen Buch, das wirklich jeder gelesen haben sollte.

 

toll, toll, toll!!!

nightfilm

 

Na endlich!

Wer dieses Buch nicht liest, hat wirklich was verpasst. Erst als das Buch fast ausgelesen war, habe ich (Kathrin) gemerkt, dass es an wirklich keiner Stelle lahm war. Das „Buch, das man nicht aus der Hand legen möchte und man morgens verschlafen auf eine zu kurze, weil durchgelesene Nacht zurückblickt“: das wird über viele behauptet, aber dieses ist es TATSÄCHLICH! 1 A Unterhaltung, unter der die Sprache dennoch nicht leiden musste.

Die deutsche Ausgabe erscheint übrigens am 12.9.13.

Worum es geht: Ein mysteriöser Horrorfilmemacher, den nie irgendjemand zu Gesicht bekommt und auf einer Art Neverland-Ranch abgeschieden lebt, verliert seine nicht minder mysteriöse Tochter, angeblich durch Suizid. Ein investigativer Journalist, der bereits in der Vergangenheit mit der Familie zu tun hatte, nimmt sich der Sache an und versucht mit zwei (ungebetenen) Helfern der Sache auf den Grund zu gehen, da er nicht an den Suizid glaubt. Die Geschichte wimmelt nur so vor lauter Geheimnissen, dubiosen Gestalten, hervorragenden Einfällen und nebligen Kulissen.

Wäre es kein Buch, würde ich es auffressen.

 

 

 

Unser Buch der Woche!

Mein (Urtes) Lieblingsbuch des Jahres, schon jetzt.
Ein verschollenes Meisterwerk von 1932 von dem Autoren Ernst Haffner, dessen Spuren sich im Nationalsozialistischen Deutschland verloren haben.
Hungrige Berliner Straßenjungs ohne Dach über dem Kopf, kleinkriminell unterwegs, ständig auf der Hut vor der Polizei und doch auch immer wieder aufgegriffen.
Das Buch nimmt einen mit auf eine Zeitreise und die Stadt wird um einen herum lebendig.
Auch die wundervolle Ausstattung des Buches, macht es zu einem kleinen Meisterwerk.
Toll was der Metrolit Verlag und seine Verlagsmenschen da ans Licht befördert haben.

 

 

blutsbrüder