Unser Buch der Woche

giordano

Das Buch der Woche! Hurra, es ist wieder so weit, ein neues Buch der Woche. Dieses Mal: „Der Menschliche Körper“ von Paolo Giordano. Paolo Giordano, der Autor von „Die Einsamkeit der Primzahlen“ hat endlich sein zweites Buch vorgelegt, und hier kommt der komplett sinnlose Klappentext des Verlags: „Ein Meisterwerk über das Entstehen von Gefühlen. Emotional. Existenziell. Eindringlich. – Was ist eine Familie? Warum bricht ein Krieg aus? Wie wird man Soldat? Was passiert, wenn wir unsere Sicherheitszonen verlassen?“
So viel dazu! Schnarch, gähn und ein bisschen Würg. Anhand dieser Infos würde ich das Buch auch nicht lesen wollen.

Aber es lohnt sich! Giordano hat seinen Stil im Gegensatz zu seinem Erstling noch weiter verfeinert, und was wir zu Lesen bekommen, hat es in sich. In einer klaren und ein wenig unterkühlten Stimme erzählt Giordano die Geschichte eines Trupps italienischer Soldaten im Einsatz in Afghanistan, die weiten Strecken der Langeweile gepaart mit kurzen Momenten des Terrors und des Schreckens. Eindringlich vor allem die Beschreibungen, was nach einem missglückten Einsatz mit den einzelnen Soldaten geschieht, wie sie damit umgehen, und auch wie ihre Umwelt reagiert.
Das ist nicht unbedingt Happy Reading (also auf keinen Fall), aber sehr, sehr lohnenswert. Wie es der Kurier so schön schreibt: „Giordano ist Teilchenphysiker. Er schaut sich alles an, als wäre er im Labor. Dieser Roman hämmert im Kopf, auch wenn er längst fertig gelesen ist.“

Recht hamse! (Kurt)

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